Solidarität - Was können wir tun?

Solidarität - Was können wir tun?

#61 – Bundestagswahl: Wählen ohne deutschen Pass

#61 – Bundestagswahl: Wählen ohne deutschen Pass

Am 26. September 2021 ist Bundestagswahl und 9,7 Millionen Volljährige in Deutschland – etwa 14 Prozent der Bevölkerung – dürfen nicht wählen. Der Grund: Sie haben nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Was das für unsere Gesellschaft bedeutet und was wir tun können, darüber sprechen wir mit der Journalistin Refiye Ellek, Alexander Dexbach vom Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA e.V.) und Fotis Matentzoglou, Europapolitischer Sprecher bei den Linken in Nordrhein-Westfalen.

Weiterführende Links:
LAMSA e.V.: https://www.lamsa.de/ & LAMSA Wahl-Clip zur Bundestagswahl am 26. September 2021 https://www.youtube.com/watch?v=PHZp0UgyHFo

Falls ihr euch für das Wahlrecht für Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit einsetzen wollt, hier geht es zu der Petition von der Initiative „Nicht ohne uns 14 Prozent“: https://www.change.org/p/bundesregierung-nicht-ohne-uns-14-prozent-bundestagswahlrecht-f%C3%BCr-alle-in-deutschland-lebenden-menschen

Auch die Initiative die Vielen fordert ein Wahlrecht für Drittstaatsangehörige https://www.artefakt-berlin.de/fileadmin/files/Projekte/Die_Vielen/pdfs/Die_Parlamente_Vielen_Factsheet.pdf

#60 – Afghanistan evakuieren

Was können wir tun, um gefährdeten Menschen in Afghanistan und ihren Angehörigen in Deutschland zu helfen? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit Kava Spartak vom Yaar e.V. Der Verein setzt sich seit 2012 für afghanische Geflüchtete in Berlin ein.

Mehr Infos zum Verein https://yaarberlin.de/ sowie bei instagram @yaarberlin
Demo in Berlin #stopkillingafghans - Samstag, 28.08. 14 Uhr Rotes Rathaus
Petition Luftbrücke Kabul https://www.change.org/p/heikomaas-bmvg-bundeswehr-luftbr%C3%BCcke-f%C3%BCr-afghanistan-rettung-aller-gef%C3%A4hrdeten-menschen-jetzt-kabul-taliban

#59 – Fight precarious work in delivery

(Episode in English)
Der Lieferdienst Gorillas wird in der Start-Up Welt für sein schnelles Wachstum gefeiert, gleichzeitig streiken die Fahrer:innen und beklagen schlechte Arbeitsbedingungen. Wie kann die Situation der Rider von Gorillas, Lieferando und anderen besser werden? Wie lässt sich Arbeitskampf in einem prekären Umfeld organisieren? Darüber sprechen wir mit Mo von der Arbeiter:innengruppe Lieferando der FAU Berlin und Yasha vom Gorillas Workers Collective.

Mehr Infos:
#UnionBusting bei Lieferando: https://netzpolitik.org/2021/arbeit-lieferando-und-seine-betriebsraete/

English article on working conditions at Gorillas:
https://sifted.eu/articles/gorillas-wework/

Selbstorganisation der Rider:
berlin.fau.org/lieferando
@GorillasWorkers auf Twitter

Telegram Kanäle:
https://kutt.it/rc
https://kutt.it/gorillas

Zum Recht auf verbandsfreie Streiks:
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1155146.arbeitskampf-bei-gorillas-streik-ohne-blaupause.html

Falls ihr Projekte kennt, mit deren Macher:innen wir hier mal sprechen sollen, oder falls euch ein Thema am Herzen liegt, dem wir uns mal widmen könnten, dann schreibt uns eine Mail solidaripod@gmail.com.
Blog: [solidaritaet.podigee.io] (http://solidaritaet.podigee.io)
instagram: [solidaripod] (http://https://www.instagram.com/solidaripod/)
twitter: [@solidaripod] (https://twitter.com/solidaripod)

#58 – Wirtschaft ganzheitlich umbauen

Das kapitalistische System basiert auf Wachstum. Selbst während der Pandemie konnte die deutsche Wirtschaft – trotz Einbußen – weiterhin wachsen. Die Produktion geht weiter, schafft Reichtum, während sie stets Ressourcen verbraucht. Doch wann ist der Kapitalismus ausgewachsen?

Eine Welt mit endlichen Ressourcen harmoniert nicht mit unendlichem Wachstum. Ähnlich sehen das auch die Akteur:innen des Konzeptwerks Neue Ökonomie. Sie fordern eine neue soziale und ökologische Wirtschaft. Wir waren bei ihnen in Leipzig zu Besuch und haben mit ihnen über ihre Vorstellungen von alternativen Wirtschaftskonzepten und über ihr Engagement als Teil des Bündnisses „Solidarisch geht anders“ gesprochen.
Links zum Projekt

Mehr Infos zum Konzeptwerk findet ihr auf:
https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/
Oder auf ihrem Facebook-, Twitter- und Instagram-Account:
https://www.facebook.com/Konzeptwerk/
https://twitter.com/NeueOekonomie
https://www.instagram.com/konzeptwerk_neue_oekonomie/

Weiterführende Links

Zur Publikation "A Societal Transformation Scenario for Staying Below 1.5°C mit herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung:
https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/wp-content/uploads/2020/12/A%20Societal%20Transformation%20Scenario.pdf

Informationen zum Bündniss "Solidarisch geht anders" findet ihr auf:
https://solidarischgehtanders.org/
https://twitter.com/solidarischgeht

Falls ihr Projekte kennt, mit deren Macher:innen wir hier mal sprechen sollen, oder falls euch ein Thema am Herzen liegt, dem wir uns mal widmen könnten, dann schreibt uns eine Mail solidaripod@gmail.com.
Blog: [solidaritaet.podigee.io] (http://solidaritaet.podigee.io)
instagram: [solidaripod] (http://https://www.instagram.com/solidaripod/)
twitter: [@solidaripod] (https://twitter.com/solidaripod)

#57 – Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt

Geschlechtsspezifische Gewalt prägt den Alltag vieler Menschen auf der Welt, besonders den von Frauen, Trans- und Inter-Menschen. Gerade BiPoc, Menschen mit Behinderungen, Asylsuchende, wohnungslose Menschen und Menschen ohne Papiere haben es besonders schwer, Schutz vor Gewalt einzufordern. Daher braucht es ein niedrigschwelliges und diskriminierungsfreies Hilfesystem. Der ira e.V. ist eine Anlaufstelle für Menschen, die von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind, er unterstützt Menschen bei ihrem Weg raus aus der Zwangslage in ein selbstbestimmtes Leben in Würde und gesellschaftliche Teilhabe.

Hier geht's zum ira e.V.: https://ira-ira.de

Falls ihr Projekte kennt, mit deren Macher:innen wir hier mal sprechen sollen, oder falls euch ein Thema am Herzen liegt, dem wir uns mal widmen könnten, dann schreibt uns eine Mail solidaripod@gmail.com.
Blog: [solidaritaet.podigee.io](https://solidaritaet.podigee.io)
instagram: [solidaripod](http://https://www.instagram.com/solidaripod/)
twitter: [@solidaripod](https://twitter.com/solidaripod)

#56 – Antirassistische Bildungsarbeit

Ferhat Unvar hatte gerade seinen Abschluss in der Tasche und seine Lehre als Heizungsinstallateur abgeschlossen, als er mit acht anderen Menschen bei dem rassistischen Attentat am 19. Februar 2020 in Hanau ermordet wurde. Noch im selben Jahr hat seine Mutter Serpil Temiz Unvar zu seinem Geburtstag am 14. November die Bildungsinitiative Ferhat Unvar gegründet. Sie möchte damit Kindern, Jugendlichen und Eltern, die Rassismus in ihrem Alltag und in der Schule erfahren, einen Raum bieten.

Gemeinsam mit ihrer Familie, Freund:innen von Ferhat Unvar und engagierten Mitmenschen setzt sich Serpil Temiz Unvar aktiv gegen Rassismus ein und fördert einen respektvollen Umgang miteinander.

In Hanau sprachen wir mit Serpil Temiz Unvar und Dr. Judith Lechner, die Projektkoordinatorin der Bildungsinitiative, über ihre antirassistische Bildungsarbeit.

Links zur Initiative
Mehr Infos zur Bildungsinitiative Ferhat Unvar auf:
https://www.bildungsinitiative-ferhatunvar.de
Oder auf ihrem Twitter- und Instagram-Account:
https://twitter.com/bi_ferhatunvar?lang=de
https://www.instagram.com/bi_ferhatunvar/?igshid=ucj4k6p05n12&hl=de

Weiterführende Links:
An der Aufarbeitung des rassistischen Attentats in Hanau ist die Initiative 19. Februar Hanau stark beteiligt:
https://19feb-hanau.org

Falls ihr Projekte kennt, mit deren Macher:innen wir hier mal sprechen sollen, oder falls euch ein Thema am Herzen liegt, dem wir uns mal widmen könnten, dann schreibt uns eine Mail solidaripod@gmail.com.
Blog: [solidaritaet.podigee.io] (http://solidaritaet.podigee.io)
instagram: [solidaripod] (http://https://www.instagram.com/solidaripod/)
twitter: [@solidaripod] (https://twitter.com/solidaripod)

#55 – Rom:nja und Sinti:zze sichtbar machen

Über die Geschichte der Sinti und Roma weiß in Deutschland kaum jemand Bescheid. In Schulbüchern tauchen sie wenn dann höchstens stereotypisierend auf, fast nie als handelnde Subjekte. Das feministische RomaniPhen Archiv bietet Hilfestellung für diskriminierungsfreie Lehrmaterialien und macht Rom:nja und Sinti:zze in unterschiedlichen Projekten sichtbar, von denen Tayo Awosusi-Onutor im Podcast erzählt.
Kriterienkatalog zur Vermeidung von Rassismus gegenüber Rom:nja und Sinti:zze
http://www.romnja-power.de/wp-content/uploads/2021/03/201007_Kriterienraster_Online.pdf
Romani Chaji Podcast https://www.romnja-power.de/romani-chaji/

Falls ihr Projekte kennt, mit deren Macher:innen wir hier mal sprechen sollen, oder falls euch ein Thema am Herzen liegt, dem wir uns mal widmen könnten, dann schreibt uns eine Mail solidaripod@gmail.com.
Blog: [solidaritaet.podigee.io](https://solidaritaet.podigee.io)
instagram: [solidaripod](http://https://www.instagram.com/solidaripod/)
twitter: [@solidaripod](https://twitter.com/solidaripod)

#54 – Faire Arbeit für Menschen mit Behinderung

Den Mindestlohn gibt es in Deutschland schon seit 2015. Menschen, die in Behindertenwerkstätten arbeiten, bekommen den aber nicht – und nicht nur das kritisieren Inklusionsaktivist:innen. Für viele von ihnen sind die Werkstätten problematisch, weil sie etwa die Menschen von Sozialhilfe abhängig machen und auch nicht ihrem Auftrag nachkommen, die Menschen für den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten. Wie gerecht sind Behindertenwerkstätten – darüber sprechen wir mit Lukas Krämer und Anne Gersdorff.

Sechs Jahre lang hat Lukas Krämer in einer Behindertenwerkstatt gearbeitet und dort die Stunde 1,35 Euro verdient. Weil das viel zu wenig ist, hat er eine Petition gestartet, die unter dem Namen #StelltUnsEin bekannt geworden ist. In der fordert Lukas den Mindestlohn für Menschen in Behindertenwerkstätten. Weitere Infos zur Petition gibt es [hier](https://www.change.org/p/olafscholz-stelltunsein-ich-fordere-den-mindestlohn-f%C3%BCr-menschen-in-behindertenwerkst%C3%A4tten).

Anne Gersdorff engagiert sich für Inklusion in den Bereichen Bildung und Arbeit und ist unter anderem im [Verein Sozialhelden](https://sozialhelden.de/). Als Referentin von [Jobinklusive](https://jobinklusive.org/) arbeitet sie außerdem in einem Projekt, das Menschen mit Behinderungen den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht.

Falls ihr Projekte kennt, mit deren Macher:innen wir hier mal sprechen sollen, oder falls euch ein Thema am Herzen liegt, dem wir uns mal widmen könnten, dann schreibt uns eine Mail solidaripod@gmail.com.
Blog: [solidaritaet.podigee.io](https://solidaritaet.podigee.io)
instagram: [solidaripod](http://https://www.instagram.com/solidaripod/)
twitter: [@solidaripod](https://twitter.com/solidaripod)

#53 – Asiatische Perspektiven sichtbar machen

#stopasianhate - dieser Hashtag macht vor allem seit vergangenem Jahr auf ein Problem aufmerksam, was seit Beginn der Pandemie viel sichtbarer wird: anti-asiatischer Rassismus. Angriffe auf asiatisch-gelesene Menschen in New York auf offener Straße, die Morde in Atlanta - all das zeigt das Ausmaß des Rassismus. Doch nicht nur in den USA machen asiatisch-gelesene Menschen gewaltvolle Erfahrungen. Auch in Deutschland zeigt sich anti-asiatischer Rassismus vermehrt.

Das belegen nun auch Zahlen: Jede zweite asiatisch-gelesene Person hat seit Beginn der Pandemie Rassismus erfahren. Das hat ein Forschungsprojekt der FU Berlin, der Humboldt Universität und des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung belegt. Und sogar 62 % der Befragten berichten von verbalen Beleidigungen. 11 % von körperlichen Angriffen.

Wie können wir uns solidarisch zeigen? Und wie können asiatische Perspektiven sichtbarer werden?
Darüber sprechen wir heute mit Sandy vom Netzwerk korientation. korientation will Asiatisch-Deutsche Perspektiven sichtbarer machen und bietet einen gesellschaftskritischen Blick auf Kultur, Medien und Politik.

Hier findet ihr die Ergebnisse des Forschungsprojekts: https://dezim-institut.de/das-dezim-institut/die-corona-pandemie-und-anti-asiatischer-rassismus-in-deutschland/

Mehr Infos zu korientation gibt es hier: https://www.korientation.de/

Weitere Vereine und Kollektive, die sich gegen anti-asiatischen Rassismus einsetzen: [Ich bin kein Virus](https://www.ichbinkeinvirus.org/) Über die Initiative und ihren Einsatz sprechen wir übrigens mit Vicky in Folge 16.

Sandy empfiehlt außerdem das Kollektiv Tiger.Riots (https://www.instagram.com/tiger.riots/?hl=de), das sich ebenfalls gegen anti-asiatischen Rassismus stark macht.

Falls ihr Projekte kennt, mit deren Macher:innen wir hier mal sprechen sollen, oder falls euch ein Thema am Herzen liegt, dem wir uns mal widmen könnten, dann schreibt uns eine Mail solidaripod@gmail.com.
Blog: solidaritaet.podigee.io
instagram: @solidaripod
twitter: @solidaripod

#52 – Sicherer Aufenthalt für illegalisierte Menschen

Legalisierung Jetzt! Das fordert seit einem Jahr eine Initiative in Berlin. Sie macht damit aufmerksam auf die prekäre Situation von Menschen ohne legalen Aufenthaltstitel - speziell von Migrantinnen, die in Care-Berufen arbeiten. Viele von ihnen haben in der Pandemie ihre Arbeit verloren und haben keinen Zugang zu Sozialleistungen. Wie wir mit ihnen solidarisch sein können, darum gehts in dieser Folge. Wir sprechen dazu mit mit Llanquiray Painemal und Amarilis von der Aktion "Legalisierung Jetzt".

Mehr Infos:
https://legalisierungjetzt.net/
und bei instagram: legalisierung_jetzt

Falls ihr Projekte kennt, mit deren Macher:innen wir hier mal sprechen sollen, oder falls euch ein Thema am Herzen liegt, dem wir uns mal widmen könnten, dann schreibt uns eine Mail solidaripod@gmail.com.
Blog: [solidaritaet.podigee.io](https://solidaritaet.podigee.io)
instagram: [solidaripod](http://https://www.instagram.com/solidaripod/)
twitter: [@solidaripod](https://twitter.com/solidaripod)