Solidarität - Was können wir tun?

Solidarität - Was können wir tun?

#58 – Wirtschaft ganzheitlich umbauen

#58 – Wirtschaft ganzheitlich umbauen

Das kapitalistische System basiert auf Wachstum. Selbst während der Pandemie konnte die deutsche Wirtschaft – trotz Einbußen – weiterhin wachsen. Die Produktion geht weiter, schafft Reichtum, während sie stets Ressourcen verbraucht. Doch wann ist der Kapitalismus ausgewachsen?

Eine Welt mit endlichen Ressourcen harmoniert nicht mit unendlichem Wachstum. Ähnlich sehen das auch die Akteur:innen des Konzeptwerks Neue Ökonomie. Sie fordern eine neue soziale und ökologische Wirtschaft. Wir waren bei ihnen in Leipzig zu Besuch und haben mit ihnen über ihre Vorstellungen von alternativen Wirtschaftskonzepten und über ihr Engagement als Teil des Bündnisses „Solidarisch geht anders“ gesprochen.
Links zum Projekt

Mehr Infos zum Konzeptwerk findet ihr auf:
https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/
Oder auf ihrem Facebook-, Twitter- und Instagram-Account:
https://www.facebook.com/Konzeptwerk/
https://twitter.com/NeueOekonomie
https://www.instagram.com/konzeptwerk_neue_oekonomie/

Weiterführende Links

Zur Publikation "A Societal Transformation Scenario for Staying Below 1.5°C mit herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung:
https://konzeptwerk-neue-oekonomie.org/wp-content/uploads/2020/12/A%20Societal%20Transformation%20Scenario.pdf

Informationen zum Bündniss "Solidarisch geht anders" findet ihr auf:
https://solidarischgehtanders.org/
https://twitter.com/solidarischgeht

Falls ihr Projekte kennt, mit deren Macher:innen wir hier mal sprechen sollen, oder falls euch ein Thema am Herzen liegt, dem wir uns mal widmen könnten, dann schreibt uns eine Mail solidaripod@gmail.com.
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#57 – Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt

Geschlechtsspezifische Gewalt prägt den Alltag vieler Menschen auf der Welt, besonders den von Frauen, Trans- und Inter-Menschen. Gerade BiPoc, Menschen mit Behinderungen, Asylsuchende, wohnungslose Menschen und Menschen ohne Papiere haben es besonders schwer, Schutz vor Gewalt einzufordern. Daher braucht es ein niedrigschwelliges und diskriminierungsfreies Hilfesystem. Der ira e.V. ist eine Anlaufstelle für Menschen, die von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind, er unterstützt Menschen bei ihrem Weg raus aus der Zwangslage in ein selbstbestimmtes Leben in Würde und gesellschaftliche Teilhabe.

Hier geht's zum ira e.V.: https://ira-ira.de

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#56 – Antirassistische Bildungsarbeit

Ferhat Unvar hatte gerade seinen Abschluss in der Tasche und seine Lehre als Heizungsinstallateur abgeschlossen, als er mit acht anderen Menschen bei dem rassistischen Attentat am 19. Februar 2020 in Hanau ermordet wurde. Noch im selben Jahr hat seine Mutter Serpil Temiz Unvar zu seinem Geburtstag am 14. November die Bildungsinitiative Ferhat Unvar gegründet. Sie möchte damit Kindern, Jugendlichen und Eltern, die Rassismus in ihrem Alltag und in der Schule erfahren, einen Raum bieten.

Gemeinsam mit ihrer Familie, Freund:innen von Ferhat Unvar und engagierten Mitmenschen setzt sich Serpil Temiz Unvar aktiv gegen Rassismus ein und fördert einen respektvollen Umgang miteinander.

In Hanau sprachen wir mit Serpil Temiz Unvar und Dr. Judith Lechner, die Projektkoordinatorin der Bildungsinitiative, über ihre antirassistische Bildungsarbeit.

Links zur Initiative
Mehr Infos zur Bildungsinitiative Ferhat Unvar auf:
https://www.bildungsinitiative-ferhatunvar.de
Oder auf ihrem Twitter- und Instagram-Account:
https://twitter.com/bi_ferhatunvar?lang=de
https://www.instagram.com/bi_ferhatunvar/?igshid=ucj4k6p05n12&hl=de

Weiterführende Links:
An der Aufarbeitung des rassistischen Attentats in Hanau ist die Initiative 19. Februar Hanau stark beteiligt:
https://19feb-hanau.org

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#55 – Rom:nja und Sinti:zze sichtbar machen

Über die Geschichte der Sinti und Roma weiß in Deutschland kaum jemand Bescheid. In Schulbüchern tauchen sie wenn dann höchstens stereotypisierend auf, fast nie als handelnde Subjekte. Das feministische RomaniPhen Archiv bietet Hilfestellung für diskriminierungsfreie Lehrmaterialien und macht Rom:nja und Sinti:zze in unterschiedlichen Projekten sichtbar, von denen Tayo Awosusi-Onutor im Podcast erzählt.
Kriterienkatalog zur Vermeidung von Rassismus gegenüber Rom:nja und Sinti:zze
http://www.romnja-power.de/wp-content/uploads/2021/03/201007_Kriterienraster_Online.pdf
Romani Chaji Podcast https://www.romnja-power.de/romani-chaji/

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#54 – Faire Arbeit für Menschen mit Behinderung

Den Mindestlohn gibt es in Deutschland schon seit 2015. Menschen, die in Behindertenwerkstätten arbeiten, bekommen den aber nicht – und nicht nur das kritisieren Inklusionsaktivist:innen. Für viele von ihnen sind die Werkstätten problematisch, weil sie etwa die Menschen von Sozialhilfe abhängig machen und auch nicht ihrem Auftrag nachkommen, die Menschen für den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten. Wie gerecht sind Behindertenwerkstätten – darüber sprechen wir mit Lukas Krämer und Anne Gersdorff.

Sechs Jahre lang hat Lukas Krämer in einer Behindertenwerkstatt gearbeitet und dort die Stunde 1,35 Euro verdient. Weil das viel zu wenig ist, hat er eine Petition gestartet, die unter dem Namen #StelltUnsEin bekannt geworden ist. In der fordert Lukas den Mindestlohn für Menschen in Behindertenwerkstätten. Weitere Infos zur Petition gibt es [hier](https://www.change.org/p/olafscholz-stelltunsein-ich-fordere-den-mindestlohn-f%C3%BCr-menschen-in-behindertenwerkst%C3%A4tten).

Anne Gersdorff engagiert sich für Inklusion in den Bereichen Bildung und Arbeit und ist unter anderem im [Verein Sozialhelden](https://sozialhelden.de/). Als Referentin von [Jobinklusive](https://jobinklusive.org/) arbeitet sie außerdem in einem Projekt, das Menschen mit Behinderungen den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt ermöglicht.

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#53 – Asiatische Perspektiven sichtbar machen

#stopasianhate - dieser Hashtag macht vor allem seit vergangenem Jahr auf ein Problem aufmerksam, was seit Beginn der Pandemie viel sichtbarer wird: anti-asiatischer Rassismus. Angriffe auf asiatisch-gelesene Menschen in New York auf offener Straße, die Morde in Atlanta - all das zeigt das Ausmaß des Rassismus. Doch nicht nur in den USA machen asiatisch-gelesene Menschen gewaltvolle Erfahrungen. Auch in Deutschland zeigt sich anti-asiatischer Rassismus vermehrt.

Das belegen nun auch Zahlen: Jede zweite asiatisch-gelesene Person hat seit Beginn der Pandemie Rassismus erfahren. Das hat ein Forschungsprojekt der FU Berlin, der Humboldt Universität und des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung belegt. Und sogar 62 % der Befragten berichten von verbalen Beleidigungen. 11 % von körperlichen Angriffen.

Wie können wir uns solidarisch zeigen? Und wie können asiatische Perspektiven sichtbarer werden?
Darüber sprechen wir heute mit Sandy vom Netzwerk korientation. korientation will Asiatisch-Deutsche Perspektiven sichtbarer machen und bietet einen gesellschaftskritischen Blick auf Kultur, Medien und Politik.

Hier findet ihr die Ergebnisse des Forschungsprojekts: https://dezim-institut.de/das-dezim-institut/die-corona-pandemie-und-anti-asiatischer-rassismus-in-deutschland/

Mehr Infos zu korientation gibt es hier: https://www.korientation.de/

Weitere Vereine und Kollektive, die sich gegen anti-asiatischen Rassismus einsetzen: [Ich bin kein Virus](https://www.ichbinkeinvirus.org/) Über die Initiative und ihren Einsatz sprechen wir übrigens mit Vicky in Folge 16.

Sandy empfiehlt außerdem das Kollektiv Tiger.Riots (https://www.instagram.com/tiger.riots/?hl=de), das sich ebenfalls gegen anti-asiatischen Rassismus stark macht.

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#52 – Sicherer Aufenthalt für illegalisierte Menschen

Legalisierung Jetzt! Das fordert seit einem Jahr eine Initiative in Berlin. Sie macht damit aufmerksam auf die prekäre Situation von Menschen ohne legalen Aufenthaltstitel - speziell von Migrantinnen, die in Care-Berufen arbeiten. Viele von ihnen haben in der Pandemie ihre Arbeit verloren und haben keinen Zugang zu Sozialleistungen. Wie wir mit ihnen solidarisch sein können, darum gehts in dieser Folge. Wir sprechen dazu mit mit Llanquiray Painemal und Amarilis von der Aktion "Legalisierung Jetzt".

Mehr Infos:
https://legalisierungjetzt.net/
und bei instagram: legalisierung_jetzt

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#51 – Pandemie solidarisch stoppen

Die Maßnahmen der Regierungen reichen nicht aus, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Die Idee hinter #ZeroCovid geht weiter, die Forderung ist ein solidarischer europäischer Shutdown. Das Ziel: Null Infektionen. Die Initiator:innen sind überzeugt, dass das Ende der Pandemie nur gelingen kann, wenn alle Maßnahmen gesellschaftlich solidarisch gestaltet werden.

Über die Vorschläge zum radikalen Strategiewechsel sprechen wir mit Frédéric Valin. Er zählt selbst zur Risikogruppe und war bis vor kurzem Pfleger. Den Beruf hat er vorerst aufgegeben, weil ihm die Schutzmaßnahmen nicht ausgereicht haben.

Hier könnt ihr unterzeichnen und euch beteiligen: https://zero-covid.org

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#50 – Rassismus in der Psychotherapie

Die Pandemie macht krank – nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Wer sich dann mal überwunden hat, einen Therapieplatz zu suchen, muss ziemlich viel Geduld aufbringen. Denn diese sind gerade knapper denn je. Was aber, wenn man endlich einen gefunden hat; der oder die Therapeut:in die eigenen Rassismuserfahrungen aber nicht versteht, oder sogar abspricht? Darüber wollen wir heute reden.

Christian Yupanqui hatte mit einer Therapeutin zu tun, bei der es nicht ganz gepasst hat. Nach ein paar Sitzungen kam es zum Abbruch der Therapie. Wie es dazu kam, erzählt Christian in dieser Folge und schreibt Christian in diesem Artikel für das Supernova Magazin: https://www.supernovamag.de/psychotherapie-muss-rassismuskritischer-werden/

Als Kunsttherapeutin will Rose Mukundi Kapuya in ihrer Kölner Praxis einen geschützten Raum für alle bieten, die von Rassismus und Diskriminierung betroffen sind. Außerdem berät sie als Bildungsreferentin Kindergärten und Schulen. Weitere Infos zu ihrer Arbeit gibt es hier: https://rose-kapuya.de/

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#49 – Alte Laptops spenden

Nicht jedes Kind in Deutschland hat zu Hause Zugang zu einem Computer um an digitalen Unterricht teilzunehmen – das hat die Pandemie gezeigt. Gleichzeitig verstauben in deutschen Haushalten massenweise ungenutzte alte Laptops und PCs: Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom in jedem zweiten Haushalt mindestens ein Gerät. Das internationale gemeinnützige Projekt Labdoo haucht alten Laptops und Tablets neues Leben ein und bringt sie dahin, wo sie benötigt werden. Wie das genau funktioniert, erklärt in dieser Folge Ralf Hamm, der Gründer von Labdoo Deutschland.

Alle Infos zum Laptop spenden oder Bedarf anmelden:
https://www.labdoo.org/

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